Testinstallationen

Erstellt: 15.02.2008, Änderung:
Änderungen Vorlagenhandling mit Vertec 6.4.0.10 eingefügt.
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Dieser Artikel richtet sich an On premises Kunden.

In Vertec kann viel Customizing betrieben werden. So können Kunden zum Beispiel mit eigenen Scripts arbeiten, Linktypen anlegen, Listeneinstellungen konfigurieren etc.

Bei einem Update von Vertec kann es sein, dass sich z.B. gewisse Änderungen im Vertec-Modell ergeben oder sich Begriffe ändern. Das ist von den Daten her kein Problem und wird vom Konvert richtig behandelt, es kann aber sein, dass sich bei den kundenspezifischen Einstellungen Anpassungen ergeben, die manuell durchgeführt werden müssen.

Auch kann es sein, dass sich Änderungen ergeben in gewissen Abläufen, oder dass Dinge, die relativ wenig verwendet werden, von der Oberfläche verschwinden, um anderem Platz zu machen.

Vor allem wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vertec arbeiten, sollte aus diesen Gründen zuerst eine Testumgebung aufgesetzt und Vertec getestet werden, bevor die aktive Installation aktualisiert wird.

Wer sollte eine Testinstallation durchführen?

In folgenden Fällen empfiehlt es sich, vor dem richtigen Update eine Testinstallation zu machen und zu testen:

  • Wenn Vertec nach einem Update sofort voll einsatzfähig sein muss, vor allem, wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit arbeiten.
  • Bei grossen Versionssprüngen.
  • Wenn in Vertec viel Customizing betrieben wurde, also bei hohem Komplexitätsgrad der Installation (viele Zusatzklassen, Linktypen und Automatisierungsscripts).
  • Um Features einer neuen Version auszuprobieren, ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen.

Aufsetzen der Testinstallation

Eine Testinstallation kann auf dem gleichen Server oder auf einem neuen Rechner bzw. einer Virtual Machine aufgesetzt werden.

Eine Testinstallation soll der produktiven Installation so nahe wie moeglich kommen. So sollte beispielsweise der Datenbankserver (Firebird, MS SQL-Server) derselbe sein wie der produktive, und die Datenbank, die Sie testen, sollte möglichst aktuell sein.

Wichtig: Damit es keine Konflikte gibt mit dem produktiven Notif Server, müssen Sie die Testinstallation ohne Notif verwenden. Deaktivieren Sie dafür den Notif in dem Vertec.ini, welches Sie für den Test verwenden.

Installation auf einem neuen Rechner oder einer Virtual Machine

  1. Installieren Sie die neue Vertec Version auf dem neuen Rechner.
  2. Nehmen Sie ein möglichst aktuelles Backup der Vertec Datenbank, oder:
  3. Machen Sie ein Backup der bestehenden Datenbank mit dem DB-Tool (für Firebird-Datenbanken; für MS SQL-Server machen Sie ein Backup wie gewohnt).
  4. Kopieren Sie das erstellte Backup auf den neuen Rechner und laden Sie es als produktive Datenbank (mit dem DB-Tool für Firebird bzw. gemäss dem Artikel für MS SQL-Server).
  5. Führen Sie einen Konvert durch.
  6. Gehen Sie dann je nach Versionssprung von Quelle (Ihr aktuelles Vertec) zu Ziel (die Testinstallation) wie folgt vor:
    Quell- und Ziel-Version bis 6.4.0.9

    1. Kopieren Sie das Vorlagenverzeichnis mit den verwendeten Reportvorlagen auf den neuen Rechner.
    2. Starten Sie die Vertec Desktop App. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.
    3. Falls das Vorlagenverzeichnis auf dem neuen Rechner nicht am gleichen Ort liegt (ein anderer Pfad), geben Sie im Vertec in den Systemeinstellungen > Allgemein den entsprechenden Wert ein unter Vorlagenpfad für Word-Berichte.

    Quell-Version bis 6.4.0.9, Ziel-Version ab 6.4.0.10

    Ab Vertec Version 6.4.0.10 befinden sich die Berichtsvorlagen nicht mehr auf dem Filesystem, sondern direkt in der Vertec Datenbank.

    Beim ersten Aufstarten der Vertec Desktop App nach dem Konvert werden die Berichtsvorlagen vom Filesystem in die Datenbank kopiert. Voraussetzung dafür ist, dass diese auf dem Filesystem gefunden werden können. Dabei richtet sich Vertec nach dem Vorlagenpfad für Word-Berichte, welcher in den Systemeinstellungen Allgemein angegeben ist. Am Schluss des ersten Aufstartens, wenn alle Vorlagen geladen sind, wird diese Systemeinstellung in der Ziel-Datenbank gelöscht.

    Das bedeutet: Sie müssen sicherstellen, dass die Vorlagen auch auf dem Testserver unter dem gleichen Pfad erreichbar sind wie in der Quell-Datenbank. Richten Sie also auf dem neuen Server ein entsprechendes Netzlaufwerk ein oder legen Sie die Vorlagen lokal am gleichen Ort ab wie auf dem Quell-Server.

    1. Starten Sie dann die Vertec Desktop App. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.
    2. Kontrollieren Sie, ob Ihre Vorlagen vorhanden sind. Das genaue Vorgehen ist im Artikel Umstellung 6.4.0.10: Berichtsvorlagen nicht mehr auf dem Filesystem beschrieben.

    Quell- und Ziel-Version ab 6.4.0.10

    1. Starten Sie die Vertec Desktop App. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.

Installation auf dem gleichen Server

  1. Legen Sie ein Verzeichnis an, z.B. Testinstallation Vertec.
  2. Kopieren Sie die Dateien und Unterodner Ihres produktiven Vertec Installationsverzeichnisses in das neu erstellte Verzeichnis.
  3. Falls Sie mit MS SQL-Server arbeiten, erstellen Sie dort eine temporäre Datenbank von Vertec und laden Sie ein möglichst aktuelles Backup der bestehenden Datenbank in diese temporäre Datenbank.
  4. Ändern Sie im Vertec.ini den Pfad zur Testdatenbank.
  5. Schalten Sie Notif aus, damit es keine Konflikte gibt mit dem produktiven Notif. Löschen Sie dafür einfach den [Notif] Abschnitt aus dem Vertec.ini.
  6. MS SQL-Server: Führen Sie dann einen Konvert gemäss dem Artikel Konvert mit Microsoft SQL Server durch, unter Verwendung der temporären Datenbank. Achten Sie darauf, dass Sie die Pfade der logischen Files entsprechend anpassen, damit nicht aus Versehen die aktive Vertec Datenbank überschrieben wird. Firebird: Starten Sie die Vertec Desktop App und führen Sie den Konvert durch.
  7. Starten Sie Vertec. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.

Das sollte getestet werden

Getestet werden sollten vor allem die kritischen Abläufe und Strukturen. Das ist von Betrieb zu Betrieb verschieden, aber was meistens dazugehört sind:

  • Leistungserfassung
  • Spesenerfassung
  • Sollzeiten (Prüfen der Überzeit- und Feriensaldi)
  • Rechnungsstellung inkl. Reports (und ev. Verbuchung. Achtung: Buchen Sie dabei nicht in die produktive Buchhaltung)
  • Berichte
  • Auswertungen in Listen mit speziellen Listeneinstellungen
  • Neue Features anhand der Release-Notes

Es sollte richtig getestet werden. Also nicht nur schnell starten und schauen, ob's läuft, sondern die für den Betrieb wichtigen Funktionen ausführen. Am besten testen die Key-User jeweils das, was sie viel machen, z.B. die Buchhaltung testet die Rechnungsstellung, die Projektleitung die Auswertungen etc.