Testinstallationen

Testinstallation für On-Premises Kunden - wann und wie?

Standard

|

Expert

CLOUD ABO

|

ON-PREMISES

Leistung & CRM

Budget & Teilprojekt

Fremdkosten

Ressourcenplanung

Business Intelligence

Erzeugt: 15.02.2008
Aktualisiert: 09.10.2023 | Hinweis auf gestoppten Dienst bei Installation auf dem gleichen Server eingefügt.

Übersicht

In Vertec kann viel Customizing betrieben werden. So können Kunden mit eigenen Scripts arbeiten, Linktypen anlegen, Listeneinstellungen konfigurieren und vieles mehr.

Bei einem Update von Vertec kann es sein, dass sich gewisse Änderungen im Vertec-Modell oder in gewissen Abläufen ergeben, dass sich Begriffe ändern oder Dinge, die relativ wenig verwendet werden, von der Oberfläche verschwinden, um anderem Platz zu machen.

In Bezug auf die Daten ist dies beim Konvert kein Problem. Allerdings kann es sein, dass sich bei kundenspezifischen Einstellungen Anpassungen ergeben, die manuell durchgeführt werden müssen.

Wer sollte eine Testinstallation durchführen?

(Nur On-Premises Kunden)

In folgenden Fällen empfiehlt es sich, vor dem Update eine Testumgebung aufzusetzen und Ihr Vertec zu testen, bevor die aktive Installation aktualisiert wird:

  • Wenn viele User damit arbeiten.
  • Wenn die Vertec Installation nach einem Update sofort voll einsatzfähig sein soll.
  • Bei grossen Versionssprüngen.
  • Wenn viel Customizing betrieben wurde, also bei hohem Komplexitätsgrad der Installation (z.B. viele Zusatzklassen, Linktypen und Scripts).
  • Um Features einer neuen Version auszuprobieren, ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen.

Eine Testinstallation soll der produktiven Installation so nahe wie möglich kommen. So sollte beispielsweise der Datenbankserver (Firebird, MS SQL-Server) derselbe sein wie der produktive und die Datenbank, die Sie testen, sollte möglichst aktuell sein.

Aufsetzen der Testinstallation

Eine Testinstallation kann auf einem neuen Rechner bzw. einer VM (Virtual Machine) oder auf dem gleichen Server aufgesetzt werden. Wir empfehlen die Testinstallation auf einem separaten Rechner, um mögliche Auswirkungen auf das Produktivsystem zu vermeiden.

Installation auf einem neuen Rechner oder einer VM

  1. Installieren Sie die neue Vertec Version auf dem neuen Rechner.
  2. Nehmen Sie ein möglichst aktuelles Backup der Vertec Datenbank, oder:
  3. Machen Sie ein Backup der bestehenden Datenbank (für MS SQL-Server machen Sie ein Backup wie gewohnt).
  4. Kopieren Sie das erstellte Backup auf den neuen Rechner und laden Sie es als produktive Datenbank.
  5. Führen Sie einen Konvert durch.
  6. Starten Sie die Vertec Desktop App. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.

Quell-Version vor 6.4.0.9

Ab Vertec Version 6.4.0.10 befinden sich die Berichtsvorlagen nicht mehr auf dem Filesystem, sondern direkt in der Vertec Datenbank.

Beim ersten Aufstarten der Vertec Desktop App nach dem Konvert werden die Berichtsvorlagen vom Filesystem in die Datenbank kopiert. Voraussetzung dafür ist, dass diese auf dem Filesystem gefunden werden können. Dabei richtet sich Vertec nach dem Vorlagenpfad für Word-Berichte, welcher in den Systemeinstellungen Allgemein angegeben ist. Am Schluss des ersten Aufstartens, wenn alle Vorlagen geladen sind, wird diese Systemeinstellung in der Ziel-Datenbank gelöscht.

Falls Sie also eine Vertec Version bis 6.4.0.9 mit einer neueren Version testen wollen, müssen Sie sicherstellen, dass die Vorlagen auch auf dem Testserver unter dem gleichen Pfad erreichbar sind wie in der Quell-Datenbank. Richten Sie also auf dem neuen Server ein entsprechendes Netzlaufwerk ein oder legen Sie die Vorlagen lokal am gleichen Ort ab wie auf dem Quell-Server.

  1. Starten Sie dann die Vertec Desktop App. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.
  2. Kontrollieren Sie, ob Ihre Vorlagen vorhanden sind. Das genaue Vorgehen ist im Artikel Umstellung 6.4.0.10: Berichtsvorlagen nicht mehr auf dem Filesystem beschrieben.

Installation auf dem gleichen Server

Die Installation auf dem gleichen Server ist etwas knifflig, da ein Setup in ein anderes Verzeichnis auch einen Service anlegt, was dann Probleme mit der produktiven Umgebung machen kann. Deshalb müssen Sie wie folgt vorgehen:

  1. Legen Sie manuell ein Verzeichnis an, z.B. VertecTest.
  2. Kopieren Sie manuell die gesamten Dateien und Unterordner Ihres produktiven Vertec Installationsverzeichnisses in das neu erstellte Verzeichnis.
  3. Ab hier beziehen sich alle Angaben auf das neu erstellte Verzeichnis.
  4. Falls Sie mit MS SQL-Server arbeiten, erstellen Sie dort eine temporäre Datenbank von Vertec und laden Sie ein möglichst aktuelles Backup der bestehenden Datenbank in diese temporäre Datenbank.
  5. Ändern Sie im Vertec.ini den Pfad zur Testdatenbank.
  6. Passen Sie die Vertec.ini Einstellungen so an, dass sich die verschiedenen Installationen nicht behindern. Dafür müssen die verschiedenen Ports unterschiedlich zur produktiven Installation gesetzt werden. Zentral sind dabei der Cloud Server (da sonst die produktive Installation nicht mehr läuft) sowie der Notif, der auf keinen Fall auf dem gleichen Port laufen darf wie der produktive, damit sich die Testdaten nicht mit den produktiven Daten mischen.
  7. Am besten vergeben Sie in der [Database] Section einen entsprechenden Instanz-Namen, damit Sie auf der Vertec Oberfläche sehen, ob es sich um die Testinstallation handelt.
  8. Installieren Sie einen zweiten Cloud Server Dienst für dieses Verzeichnis und starten Sie ihn.
  9. Starten Sie nun die Vertec Desktop App in der Testumgebung.
  10. Ändern Sie den Dokumentenpfad in den Systemeinstellungen, um sicherzustellen, dass Sie bei Ihren Tests keine produktiven Berichte überschreiben oder Testberichte in Kundenverzeichnissen anlegen.
  11. Schliessen Sie die Desktop App wieder und stoppen Sie den Dienst.
  12. Nun führen Sie mit dem Setup der Version, die Sie testen möchten, ein Update im VertecTest Verzeichnis durch. Achtung: Der Vertec Setup kennt nur einen Dienst. Befindet sich die Testumgebung auf dem gleichen Server, dann ist das der Dienst des produktiven Vertec. Dieser wird während des Updates heruntergefahren, was einen Unterbruch im produktiven Vertec bedeutet. Die User müssen deshalb vorgängig informiert werden, Vertec zu verlassen.
  13. Starten Sie den Dienst wieder.
  14. Starten Sie die Vertec Desktop App in der Testumgebung und führen Sie den Datenbank Konvert durch.
  15. MS SQL-Server: Führen Sie dann einen Datenbank Konvert gemäss dem Artikel durch, unter Verwendung der temporären Datenbank. Achten Sie darauf, dass Sie die Pfade der logischen Files entsprechend anpassen, damit nicht aus Versehen die aktive Vertec Datenbank überschrieben wird.
  16. Starten Sie danach die Vertec Desktop App erneut. Der Startvorgang kann beim ersten Starten nach dem Konvert etwas länger dauern.

Das sollte getestet werden

Es sollten vor allem die kritischen Abläufe und Strukturen getestet werden und dafür die für den Betrieb wichtigen Funktionen ausgeführt werden. Dies ist von Betrieb zu Betrieb verschieden, was jedoch meistens dazugehört sind:

Wir empfehlen, dass Key-User ihre jeweiligen Arbeitsabläufe testen sollten, z.B. die Administration die Rechnungsstellung oder die Projektleitung die Auswertungen.

Bitte wählen Sie Ihren Standort