Ein Jahr Vertec – ein persönliches Fazit

Mein erstes Jahr in der Rolle des Geschäftsführers der Vertec Gruppe war geprägt von Freude, Wachstum und Veränderungen. Als ich im Juni 2018 meine Stelle in Zürich antrat, hatte ich mir bereits vorab Gedanken darüber gemacht, in welchen Themen ich mich besonders engagieren möchte, um Vertec als Unternehmen voran zu bringen und habe mir auch konkrete Ziele hierfür gesteckt. Mit diesem Beitrag blicke ich zurück auf die Erfolge und Herausforderungen der letzten zwölf intensiven Monate und ziehe mein ganz persönliches Fazit.

Ziel 1: Signifikantes Wachstum

Unser Geschäftsjahr läuft von Anfang Juli bis Ende Juni. Und da Wachstum gerade auf Jahresbasis gut vergleichbar ist, begann der "Ernst" meiner neuen Aufgabe direkt ab Tag 1. Das neue Geschäftsjahr begann kurz nach meinem Start, also gab es keine Zeit zu verlieren.

Die exakten Unternehmenszahlen sind intern, aber so viel sei verraten: wir haben uns ein ambitioniertes, zweistelliges Wachstum vorgenommen.

Auch wenn das finale Geschäftsergebnis noch nicht bekannt ist, wissen wir bereits, dass wir das uns gesteckte Ziel erreichen werden! Dies freut mich für unser gesamtes Vertec-Team, das in den vergangenen 12 Monaten mit viel Energie für dieses und andere Ziele gearbeitet hat, sehr.

Herausheben möchte ich das Wachstum in Deutschland. Hier konnten wir das beste Geschäftsjahr seit Gründung unserer Hamburger Niederlassung in 2012 erreichen. Der Umsatz im Lizenzgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr circa verdoppelt. Meine Gratulation geht an Tobias Wielki, Geschäftsführer Vertec Deutschland und das gesamte Team.

 

Ziel 2: Kultur prägen

Ich glaube fest daran: Unternehmenserfolg entsteht aus einer starken, positiven Firmenkultur. Das erste Ziel konnten wir auch deshalb erreichen, weil wir uns als Team intensiv mit unserer Kultur auseinandersetzten.

So entwickelten wir ein gemeinsames Führungsleitbild, welches den Umgang miteinander aber auch mit allen externen Interessensgruppen beschreibt. Wir nennen es V6, da es aus 6 Leitwerten besteht, welche alle mit V, wie Vertec beginnen.

  • Wir sind Visionäre
  • Wir wagen den Versuch
  • Wir leben Verbindlichkeit
  • Wir übernehmen Verantwortung
  • Wir haben Vertrauen
  • Wir haben "Vun"

 

Die Verankerung von V6 in der Organisation ist ein komplexes und langfristiges Change Programm. Es benötigt vor allem konkrete sichtbare Massnahmen und einen intensiven Austausch miteinander. Gute Beispiele hierfür sind folgende:

Als Visionäre haben wir ein Strategieprogramm ins Leben gerufen und unser Visionstatement "Business Software, wie für mich gemacht" erarbeitet. Viel "Vun" hatten wir bei unserer Feier zum Erreichen des 800. Kunden mit allen Vertecianern in Zürich. Zurückblickend möchte ich noch speziell auf den Leitwert Verantwortung eingehen. Organisatorisch gesehen wird Verantwortung bei Vertec prozessual geregelt. 22 definierte Prozesse regeln grosse Teile unserer Arbeit. Jeder dieser Prozesse wird durch einen Prozessowner mit meist mehreren Mitarbeitern verantwortet. Dies alleine reicht aber nicht aus, um Verantwortung als Teil der Unternehmenskultur zu verankern.

Also haben wir aktiv an diversen Stellen Raum geschaffen, damit jeder sich einbringen und so Verantwortung übernehmen kann. So sind beispielsweise exzellente Videotutorials für Kunden entstanden und interne Abläufe wurden durch Digitalisierung enorm verbessert und vereinfacht. Ich bin stolz, dass wir hier die Basis geschaffen haben, damit sich viele Vertecianer mit ihren Ideen aktiv einbringen können. Passend zu den Leitwerten gestaltete sich auch mein 3. Ziel.

Ziel 3: Digitaler werden

Keine Angst, es folgt nun kein Monolog zur omnipräsenten Digitalisierung. Trotzdem: Auch als Softwarehersteller haben wir (digitale) Potenziale für Effizienzsteigerung, Innovation und besseren Service.

Ein Beispiel ist unser Chat-Kanal. Seit Frühjahr 2019 können Interessenten und Kunden auch per Chat mit uns in Kontakt treten. Zugegeben, das ist keine Innovation, erfordert aber organisatorische Veränderung, Bereitschaft und Mut.

Ein weiteres Beispiel ist unsere Marktstudie mit drei Studierenden der HTW Chur zum Thema Sprachsteuerung im B2B Umfeld. Gemeinsam haben wir untersucht, welche Bedeutung Sprachsteuerung im B2B Umfeld hat. Konkret bezogen auf die Anwendung dieser Technologie in unserer Vertec Phone App, welche unter iOS und Android einen mobilen Einsatz von Vertec ermöglicht.

Und vielleicht haben Sie es auch bemerkt – wir sind in unserer gesamten Kommunikation digitaler geworden. Mehr Videos, mehr LinkedIn, mehr Inhalte im Blog.

 

Bleibt mir noch das anfangs versprochene Fazit zu ziehen. Ich blicke auf ein überaus spannendes und erfolgreiches erstes Jahr bei Vertec zurück und bin stolz, dass wir in kurzer Zeit so viel auf die Beine gestellt haben. Es hat sich für mich aber auch bestätigt, dass Wachstum harte Knochenarbeit ist. Denn nicht jede Initiative war erfolgreich, nicht jede Investition zielführend und nicht jede Idee kompromissfähig. Ich bedanke mich ausserordentlich bei allen, die durch ihren tollen Einsatz diese Ergebnisse ermöglicht haben.

Nun heisst es Blick nach vorne richten und mit Fokus, Energie und "Vun" dranbleiben. Wir haben uns langfristige Ziele gesetzt und möchten unsere Kunden mit einzigartiger Business Software täglich begeistern. Ich bin überzeugt, dass sich alle Vertecianer auch künftig mit Leidenschaft für zufriedene Kunden engagieren werden.

Volker Schwarzer

Blogartikel verfasst von

Volker Schwarzer

Geschäftsführer Vertec Gruppe

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