Update von Vertec

In diesem Artikel geht es darum, wie Sie die neuste Version Ihres Vertec installieren. Sie erhalten dafür einen Downloadlink von Ihrem Vertec Betreuer, über den Sie die neuste Version herunterladen können.

Mit oder ohne Datenbank-Konvert?

Ob es einen Konvert braucht oder nicht, hängt davon ab, ob es sich um eine Änderung der Datenbankversion oder der Programmversion handelt:

Versionsnummer.png

 

 

Datenbankversion: Eine der ersten 3 Stellen der Vertec Versionsnummer ändert.

Programmversion: Nur die letzte Stelle der Vertec Versionsnummer ändert.
  • Bei Versionsänderungen, welche die Datenbankversion betreffen, muss ein Programm-Update mit Konvert gemacht werden.
  • Bei Versionsänderungen, die die Programmversion. betreffen, wird ein Programm-Update ohne Konvert gemacht.

Vor dem Update

Vertec Setup überschreibt alle Berichtsvorlagen im Verzeichnis Reports mit den jeweils aktuellsten Versionen gleichen Namens. Die bestehenden Berichtsvorlagen in Reports werden vorher als Backup-Kopie in den Unterordner ReportsBackup kopiert.

Kundenspezifische Reports, die einen anderen Namen haben (z.B. RechnungCominstall.dot) bleiben normal im Reports Verzeichnis bestehen. Tipp: Geben Sie Ihren kundenspezifischen Berichtsvorlagen einen eigenen Namen. Dann müssen Sie bei einem Update nichts machen. Das Update überschreibt nur Vorlagen mit Standardnamen.

Falls Sie die Übersetzungsdatei vertec.mld angepasst haben, müssen Sie von dieser Datei ein Backup machen, damit Ihre Änderungen nicht verloren gehen. Führen Sie dann das Update durch und ersetzen Sie nach der Installation die Datei vertec.mld wieder mit der von Ihnen gebackupten.

Bei grösseren Kunden mit vielen kundenspezifischen Berichten und Listeneinstellungen empfehlen wir, vorgängig eine Testinstallation einzurichten und den Release-Wechsel durchzuspielen, bevor das Update auf dem aktiven System durchgeführt wird. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Notif-Server auf dem Testsystem ausgeschaltet wird, damit keine Testdaten mit der produktiven Datenbank gemischt werden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Testinstallationen.

Vor dem Update auf Version 6.1

Vor dem Update Passwörter kontrollieren

In Vertec Version 6.1 wurde das Windows Login Feature entfernt (siehe Release-Notes 6.1).

Als Ersatzlösung bietet sich folgende Möglichkeit an:

>    Angemeldet bleiben: Dieses Feature wurde mit Vertec 6.0 eingeführt, siehe Artikel Login.

Nach dem Update können sich die User in der neuen Version nur noch über das in Vertec hinterlegte Passwort anmelden. Das setzt voraus, dass die User ihre Passwörter kennen. Stellen Sie sicher, dass die User vor dem Update ihr Passwort kennen, damit sie sich nach dem Update wieder an Vertec anmelden können.

Unterstützung für Firebird 3.0: Backup-File anpassen

Vertec 6.1 wird mit der neusten Firebird Version 3.0 ausgeliefert. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Backup-File anpassen müssen, falls Sie das Backup via gbak durchführen. Ansonsten funktioniert das Backup nach dem Update nicht mehr. Informationen dazu finden Sie im Artikel Backup via gbak.

Update auf dem Server

Sowohl für Update als auch für die Konvertierung der Datenbank muss sichergestellt werden, dass Vertec nicht verwendet wird, weder auf dem Server noch auf einem Client.

  1. Setup auf dem Server ausführen. Die bestehende Datenbank wird dadurch nicht überschrieben.
  2. Falls bei Ihnen eine Firebird Version < 3.0 installiert ist, schlägt das Setup ein Update auf die neue Firebird Version vor. Dieses Update erfolgt automatisiert und ohne Mehraufwand. Wir empfehlen das Update auf die neuste Firebird Version, da diese vor allem bezüglich Performance deutliche Verbesserungen bringt.
  3. Bei Versionsänderungen, die die Datenbank betreffen, den Konvert durchführen (siehe Abschnitt Konvert).
  4. Vertec ein erstes Mal starten (siehe Erster Programmstart nach der Konvertierung weiter unten).

Update auf den Clients

Auf den Client-Rechnern muss der Client-Setup durchgeführt werden (je nach Modus, siehe Client-Installation von Vertec und nachfolgende Hinweise). Stimmt die Versionsnummer des Clients nicht mit dem Server überein, erscheint beim Starten von Vertec eine entsprechende Warnmeldung.

Den ClientSetup führen Sie wie folgt durch:

  1. Vom Client aus über die Freigabe auf das Vertec Installationsverzeichnis auf dem Server zugreifen und vom Unterordner ClientSetup das Setup.exe starten.

Die Clientinstallationen sind lokal (ClientSetup Modus ist Local)

Die Einstellung ClientSetup im Vertec.ini-File ist Local. In diesem Fall muss immer ein ClientSetup gemacht werden.

ClientSetup Modus ist Server

Die Einstellung ClientSetup im Vertec.ini-File ist Server. Das bedeutet, dass auf dem Client nur Verknüpfungen angelegt und nur die Addins und der Protocol-Handler lokal abgelegt sind. Auch in diesem Fall empfehlen wir immer, ein Client Setup durchzuführen, mindestens aber dann, wenn sich bei den Addins etwas geändert hat.

Konvert

Falls die Datenbankversion (siehe oben) geändert hat, führen Sie eine Datenbank Konvertierung wie nachfolgend beschrieben durch:

Zugriff beim Konvert verhindern

Während die Datenbank bei einem Update konvertiert wird, erhalten die Clients, die sich damit verbinden wollen, folgende Fehlermeldung:

Die Vertec Datenbank ist wegen Datenkonvertierung für den Zugriff gesperrt. 
Bitte warten Sie einen Moment, bevor Sie Vertec wieder starten.

Nur der Rechner / User, welcher den Konvert gestartet hat, darf anschliessend Vertec das erste Mal aufstarten.

Nachdem der Vorgang Konvert / erstes Aufstarten abgeschlossen ist, wird der Zugriff für andere wieder freigegeben (siehe auch Parameter zum Freigeben von Upgrade-Lock weiter unten).

Update auf Versionen vor 5.5

Bei lokalen Clients verwendet jeder Benutzer ein lokales Vertec. Es muss sichergestellt werden, dass nicht während des Konverts ein User "sein" Vertec aufmacht und in die Datenbank schreibt.

Bei Updates auf ältere Versionen kann ein unbefugter Zugriff wie folgt verhindert werden (gilt für MS-SQL Server und Firebird):

  1. Machen Sie zuerst ein Backup der produktiven Datenbank und einen Restore in eine neue Datenbank.
  2. Führen Sie den Konvert auf der neuen Datenbank aus. Starten Sie dafür das neue Vertec.exe mit dem Parameter /DC. Im Datenbank-Konverter geben Sie bei der Quell- und Zieldatenbank jeweils die unter Punkt 1 erstellte neue Datenbank an.
  3. Nach der Konvertierung machen Sie ein Backup der neuen Datenbank und restoren diese in die produktive, "echte" Vertec Datenbank.

Konvertierung mit Firebird

Falls Ihre Vertec Installation Firebird als Datenbankserver verwendet (Standard), gehen Sie wie folgt vor:

  1. Starten Sie Vertec auf dem Server. Eine Dialogbox macht auf die notwendige Datenbankkonvertierung aufmerksam und fragt ob die Konvertierung gleich durchgeführt werden soll. Bestätigen Sie den Dialog mit Ja. Falls der Dialog keine Auswahl der Konvertierung anbietet, wurde Vertec nicht auf dem Server gestartet oder es wird ein anderer Datenbank Server als Firebird verwendet. Bei der Konvertierung legt Vertec zwei Kopien des Datenbankfiles an: Eine Sicherheitskopie der bestehenden Datenbank (Name des Datenbankfiles + 2 stelliger Zähler, z.B. vertec01.fdb) und eine temporäre Arbeitskopie für die Konvertierung (Name: vertectemp.fdb). Falls während der Konvertierung ein Fehler auftritt, wird das Datenbankfile wieder durch die Sicherheitskopie ersetzt.
  2. Daraufhin wird Vertec automatisch konvertiert. In einem kleinen Fenster wird der Fortschritt der Konvertierung angezeigt. Dies kann je nach Grösse der Datenbank einige Minuten dauern. Sie werden von Vertec informiert, wenn die Konvertierung beendet ist. Starten Sie danach Vertec neu und prüfen Sie, ob Ihre Daten korrekt übernommen wurden.

Die Konvertierung kann auch manuell gestartet werden. Dies empfiehlt sich jedoch nur für sehr versierte Benutzer:

  1. Starten Sie Vertec mit dem Parameter /DC. Dies geschieht am einfachsten über eine Verknüpfung zu Vertec.exe bei der Sie unter Eigenschaften den zusätzlichen Parameter angeben können.
  2. Es sollte nun der Vertec Datenbank Konverter erscheinen. Die Angaben zur Zieldatenbank sind bereits eingetragen, die folgenden Optionen sollten angekreuzt sein: Inplace Konvertierung, Tabellen neu erzeugen, Daten kopieren, SQL verwenden.
  3. Um die Konvertierung zu starten, drücken Sie den Button Start. Der Datenbank Konverter erstellt eine Sicherheitskopie der bisherigen Datenbank (namens vertec01.fdb, oder vertec02.fdb etc.) und erzeugt die Datenbank neu. Es erscheint dabei eine Abfrage, ob Sie wirkliche alle Daten löschen wollen, bestätigen Sie mit Yes.
  4. Das anschliessend erscheinende Logfenster zeigt zuerst den Fortschritt der Datenbankerzeugung, anschliessend im dahinterliegenden Fenster das Kopieren der Daten. Das Kopieren kann je nach Grösse der Datenbank einige Minuten dauern. Schliessen Sie den Datenbankkonverter und starten Sie Vertec neu. Prüfen Sie, ob Ihre Daten korrekt übernommen wurden.

Konvertierung mit Microsoft SQL-Server

Falls Ihre Vertec Installation Microsoft SQL Server als Datenbank Server einsetzt, sind ein paar zusätzliche Schritte notwendig. Das genaue Vorgehen ist im Artikel Konvert mit Microsoft SQL Server beschrieben.

Erster Programmstart nach der Konvertierung

Der erste Start von Vertec nach dem Konvert ist wichtig und gehört ebenfalls zur Konvertierung dazu, da diverse Anpassungen in Tabellen etc. erst dann durchgeführt werden. Deshalb geht dieser Start länger als die folgenden Programmstarts. Bei Installationen mit grossen Datenmengen kann dies merklich länger dauern.

Es ist wichtig, dass dieser erste Start reibungslos durchläuft. Keinesfalls sollte der erste Startvorgang nach einem Konvert abgebrochen werden.

Bei einem Update auf eine neue Hauptversion erfolgt (die ersten zwei Stellen der Versionsnummer ändern), muss eine neue Lizenz erfasst werden. Beim ersten Start von Vertec nach dem Update erscheint eine entsprechende Meldung. Über den Button Lizenz... gelangen Sie zum Vertec Lizenzmanager.

Nachbearbeitung

Falls Sie über eine angepasste vertec.mld-Datei verfügen und diese bei den Vorbereitungen gesichert haben, können Sie nun die gesicherte Datei wieder ins Vertec Installationsverzeichnis (die dort neu installierte Datei kann überschrieben werden) kopieren.

Parameter zum Freigeben von Upgrade-Lock

Wird eine Datenbank konvertiert, ist sie während dieser Zeit für den Zugriff gesperrt. Tritt nun während des Konverts ein Fehler auf, kann es sein, dass diese Sperre, der sogenannte Upgrade-Lock, bestehen bleibt. Es erscheint dann immer folgende Meldung:

Um diese Sperre zurückzusetzen, können Sie Vertec mit dem Parameter /releaseupgradelock starten. Dieser setzt den Upgrade-Lock auf der Datenbank zurück und beendet Vertec gleich wieder.

Dateien deblockieren

Manche Betriebssysteme blockieren den Zugriff auf Dateien, die vom Internet heruntergeladen werden. Sie sollten deshalb nach dem Entzippen der Dateien den Zugriff darauf deblockieren. Das geht am einfachsten via Rechtsklick auf die jeweilige Datei und dann Zulassen oder unblock anwählen.

EXE_Eigenschaften.png


15.07.2002 | 08.11.2016: Abschnitt "Vor dem Update auf Vertec 6.1" eingefügt und an Firebird 3.0 angepasst.
Produktlinien: Diverse