Datenbankunterstützung

Vertec ist aufgrund seiner 3-tier Architektur relativ unabhängig von der verwendeten Datenbank. Während des normalen Betriebs geschieht die Kommunikation mit dem Datenbankserver über nur wenige verschiedene SQL Befehle (SELECT, INSERT, DELETE). Eher Server-spezifische Konstrukte wie Stored Procedures oder Views werden von Vertec nicht verwendet.

Wie so oft steckt aber auch hier der Teufel im Detail. Da SQL ein nur beschränkt standardisiertes Konstrukt ist, gibt es an einigen Orten Abweichungen zwischen den verschiedenen Datenbanken, die in Vertec behandelt werden müssen. Das prominenteste Beispiel ist die Auslegung des like Operators für Stringvergleiche. Weitere Unterschiede treten zu Tage, wenn es darum geht, eine Vertec Datenbank automatisch zu initialisieren (Neuinstallation oder Upgrade auf neue Vertec Version).

Daher kann Vertec in der Praxis nur mit den nachfolgend beschriebenen unterstützten Datenbankservern betrieben werden. Eine Anpassung an ein neues Produkt, welches die oben erwähnten grundlegenden Anforderungen erfüllt, ist aber meist sehr einfach möglich.

Unterstützte Datenbankserver

Firebird

Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Betrieb mit Firebird am problemlosesten ist. Insbesondere bei Vertec Updates, bei denen eine Konvertierung der Datenbank notwendig ist, bietet Firebird aufgrund seiner einfachen Handhabbarkeit grosse Vorteile. Eine automatische Konvertierung der Datenbank (inplace convert) ohne zusätzliche Handarbeit wird nur bei Firebird unterstützt.

Alle Informationen über den Betrieb von Vertec auf Firebird finden Sie im Artikel Firebird.

Microsoft SQL-Server

Ebenfalls unterstützt wird der Betrieb auf MS SQL-Server ab Version 2005 (inkl. MS SQL-Server 2014). Der Betrieb von Vertec auf MS SQL-Server ist jedoch kostenpflichtig gemäss PreislistePreislistePreisliste.

Insbesondere bei grösseren Installationen ist der Betrieb von Vertec auf MS SQL-Server performanter. Siehe dazu den Artikel Performance im Netz.

Vertec liefert keinen MS SQL-Server aus und kann diesen auch nicht supporten. Der Kunde muss einen betriebsbereiten MS SQL-Server inkl. Management Studio bereitstellen.

Alle Informationen über den Betrieb von Vertec auf MS SQL-Server finden Sie im Artikel MS SQL-Server.

Konfiguration der Datenbankschnittstelle

Die Konfiguration der Datenbankschnittstelle erfolgt über den Database Abschnitt im Vertec.ini File. Standardmässig liest Vertec beim Start den Abschnitt namens Database im Vertec.ini File. Es können aber in der gleichen Datei auch alternative Datenbank-Abschnitte angegeben werden.

Verhalten bei Verbindungsunterbrüchen bei lokalen Client-Installationen

Vertec.exe kann mit Verbindungsunterbrüchen umgehen, jedoch nur bei einer lokalen Client-Installation (die Programmdateien befinden sich auf dem Client Rechner). Deswegen ist es ratsam, bei Kunden mit häufigeren Netzwerkproblemen eine lokale Installation durchzuführen (siehe dazu den Abschnitt Vertec mit einer Softwareverteilung auf die Clients installieren im Artikel Neuinstallation von Vertec.

Bei einem Verbindungsunterbruch ist die Logik so, dass 5 Reconnect-Versuche unternommen werden (jeweils mit Timeout von ca. 40 sec.
Wenn beim 5. Mal der Connect scheitert, wird eine Fehlermeldung ausgegeben und Vertec muss abgeschossen werden.

Falls die Netzwerkverbindung auf der Clientseite abgebrochen wird, ist der Timeout pro Verbindungsversuch viel kleiner (wenige Sekunden). In diesem Fall führt ein Verbindungsunterbruch bereits nach ca. 10 Sekunden zu einer Fehlermeldung.


15.07.2002 | 01.06.2015: MS SQL Server 2014 hinzugefügt.