Frei-Tage bei Teilzeitmitarbeitern

Ausgangslage

Es gibt den Fall, dass einzelne Mitarbeiter teilzeit arbeiten und sie für Feiertage, die nicht den ganzen Tag dauern, zuviel Zeit gutgeschrieben bekommen.

Ganze Feiertage wie Pfingstmontag etc. sind von diesem Problem nicht betroffen. Wenn jemand eine Sollzeit von 4h hat auf einem Ganztagesfeiertag, dann bekommt er 4h.

Das Problem tritt auf bei stundenweisen Feiertagen wie 1h vor Karfreitag oder 4h Sechseläuten. Da Vertec nicht weiss, wann diese freien Stunden stattfinden (Vormittag, Nachmittag?), und wann der Mitarbeiter 4h arbeitet, ist dieser Fall schwierig.

Ein Mitarbeiter hat z.B. am Montagnachmittag immer frei und dadurch an Montagen eine Sollzeit von 4 Stunden. Wenn man nun den Sechseläuten-Nachmittag als Feiertag auf der Standard-Benutzergruppe erfasst, sinkt die Sollzeit des betroffenen MAs auf null. Wenn er dann trotzdem normal (am Morgen) arbeiten kommt, macht er entsprechend Überstunden. Je nach Sollzeitmodell der Firma ist dies nicht gewünscht, manche Firmen würden in diesem Fall nur die Hälfte der vier Stunden oder gar nichts gutschreiben.

Es gibt zwei Varianten, dies im Vertec abzubilden:

Variante 1: Übersteuerung auf dem Mitarbeiter

Man übersteuert die einzelnen Feiertage direkt auf dem Mitarbeiter.

Beispiel: Auf der Standard-Benutzergruppe ist ein halber Frei-Tag mit 4 Stunden erfasst. Die Sollzeit aller Benutzer, die der Standardgruppe zugeordnet sind, ist damit an diesem Tag um vier Stunden tiefer.

Für die Teilzeitmitarbeiter kann man nun direkt auf dem Bearbeiter unter Abwesenheiten für das gleiche Datum einen Frei-Tag eintragen und den gewünschten Wert dort als Stundenguthaben erfassen. Wenn man dort eine Null einträgt, wird dem Bearbeiter nichts gutgeschrieben und er hat die gleiche Sollzeit wie an normalen Arbeitstagen. Wenn man statt vier Stunden nur zwei Stunden gutschreiben will, erfasst man entsprechend zwei Stunden.

Variante 2: Erstellen von Benutzergruppen

Man erfasst für jeden vorkommenden Beschäftigungsgrad eine Benutzergruppe, ordnet die entsprechenden Bearbeiter zu und erfasst die stundenweisen Frei-Tage anteilsmässig auf den Gruppen. Um einem 50%er die Hälfte des Sechseläuten gutzuschreiben würde man auf der Gruppe einen Frei-Tag mit 2 Stunden Guthaben erfassen.

Bei dieser Variante ist folgendes zu beachten:

  • Diese Variante macht nur Sinn, wenn die Wochensollzeiten von Teilzeitmitarbeitern flach verteilt sind, da ansonsten für jede Variante (Mitarbeiter arbeitet nachmittags/vormittags/gar nicht etc) eine eigene Benutzergruppe erfasst werden müsste.
  • Die Sollzeit auf der Benutzergruppe stellt immer ein 100% Pensum dar. Der Beschäftigungsgrad des Bearbeiters ist also 100%, auch wenn er auf einer Benutzergruppe zugeordnet ist, die nur 32 Sollstunden, also z.B. 80%, aufweist.
  • Benutzergruppenwechsel von Mitarbeitenden müssen richtig verarbeitet werden:

Benutzergruppenwechsel eines Mitarbeiters

Bei dieser Variante müssen einige Dinge beachtet werden, falls ein Mitarbeiter die Benutzergruppe wechselt:

  1. Wenn jemand z.B. von 60% auf 40% wechselt, übernimmt er auch rückwirkend alle Frei-Tage der Gruppe. Seine Sollzeit und damit auch sein Ueberzeitsaldo ändert sich deshalb nachträglich, was sicher nicht erwünscht ist. Das kann man lösen, in dem man einen Ueberzeitaldo vor dem Wechsel der Benutzergruppe fixiert und über die Funktion Saldi übertragen überträgt.
  2. Sind auch Ferien (und nicht nur Frei-Tage) auf dieser Benutzergruppe erfasst, muss auch der Feriensaldo übertragen werden.
  3. Da der Mitarbeiter die Vorgaben der neuen Gruppe per sofort übernimmt, darf ein Wechsel der Benutzergruppe nur am entsprechenden Tag oder im Nachhinein erfolgen, kann aber nicht im Voraus gemacht werden.

22.06.2009 | 22.06.2009
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