Linthwerk: Weitblick hat Zukunft

Die Kosten jederzeit im Griff

Das Linthwerk ist eine öffentlich-rechtliche Institution. Seine Aufgaben sind die Erhaltung und Sanierung der Dämme am Escherkanal, am Linthkanal und an deren Nebenkanälen. Um die Zukunft der Linthebene zu sichern, wurde das Sanierungsprojekt "Hochwasserschutz Linth 2000" lanciert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die effiziente Kostenkontrolle des Projekts mit veranschlagten Gesamtkosten von 94 Millionen Franken kommt die Leistungssoftware von Vertec zum Einsatz.

Die Linth bei Grynau zwischen Tuggen und Uznach Das Linthwerk ist seit dem 1. Januar 2004 ein interkantonales Konkordat mit operativem Sitz in Lachen, das durch die Linthkommission geführt wird. Diese besteht aus Vertretern der vier Kantone Glarus, Schwyz, St. Gallen und - aus historischen Gründen im Linthkonkordat vertreten, obschon der Kanton nicht an der Linth oder an der Linthebene angrenzt - Zürich sowie aus einem Vertreter des Bundes mit konsultativer Stimme. Verwaltet wird das Werk durch die Linthverwaltung; für die Überwachung und den Unterhalt ist der Linthingenieur verantwortlich.

Impressionen vom Linthkanal Hochwasser bestätigt Handlungsbedarf
Das Hochwasser im Sommer 2005 hat es wieder auf eindrückliche Weise gezeigt: am Linthwerk besteht dringender Handlungsbedarf; im unteren Teil des Escherkanals wurden Uferpartien weggespült, am Linthkanal kam es zu Damminstabilitäten. Genau aus diesem Grund wurde das Auflageprojekt "Hochwasserschutz Linth 2000", aufgeteilt in die Teilprojekte "Escherkanal" und "Linthkanal", initiiert und im letzten Herbst fertig gestellt.

Linthingenieur Markus Jud erklärt den Zweck: "Das Projekt hat die grundlegende Sanierung der Anlagen des Linthwerks zum Ziel und umfasst die Stabilisierung von Dämmen, die Verminderung von Gefahren bei Brücken und Massnahmen für die Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen, Landschaftsgütern und Denkmälern. So kann gewährleistet werden, dass die Nutzung und Entwicklung der Linthebene als Wirtschaftsraum, Landwirtschaftsraum, Siedlungs- und Erholungsgebiet auch in Zukunft möglich ist."

Bei einem Vorhaben dieser Grössenordnung - das Gesamtvolumen beläuft sich auf nahezu 100 Millionen Franken - ist eine sorgfältige Kostenkontrolle in jeder Phase, von der Planung über die Ausführung bis zur Nachkalkulation, unerlässlich. Aufgrund der Vorgaben der Revisionsstelle der vier Kantone, die für die Finanzierung aufkommen (St. Gallen: 50%, Glarus: 25%, Schwyz: 15%, Zürich: 10%), wurde unter der Federführung des Baudepartements St. Gallen eine Ausschreibung zur Evaluation einer geeigneten Leistungssoftware durchgeführt. Insgesamt haben vier Unternehmen ein entsprechendes Angebot eingereicht, dank bestem Preis-Leistungs-Verhältnis hat letztlich Vertec den Zuschlag für die Umsetzung erhalten.

Kostentransparenz in jeder Phase
Für die Einhaltung sowie die Kontrolle der verschiedenen Teilbudgets innerhalb des Gesamtprojekts ist die Linthverwaltung zuständig. Gemeinsam mit Edith Rusch und einem externen Buchhalter (Administrator) erfasst der Linthingenieur seit Anfang 2006 sämtliche zur Kostenkontrolle relevanten Angaben im Vertec-System und hat damit jederzeit einen umfassenden Überblick über die bereits erbrachten, geplanten und anstehenden Leistungen und deren Kosten. Das Grossprojekt lässt sich dabei einfach in Teilprojekte unterteilen; auf diese Weise lässt sich genau nachverfolgen, wo die einzelnen Aufwände entstanden sind. Dank diversen Analysen wie Soll-Ist-Vergleich und Budget-Kontrolle stehen wirksame Instrumente für das Projektmanagement zur Verfügung. Ausserdem hat der Linthingenieur so jederzeit alle wertvollen Information über den aktuellen Projektstand beisammen; das schafft Transparenz und Sicherheit, wenn es darum geht, fundierte Entscheidungen zu fällen.

Markus Jud beschreibt die wichtigsten Anforderungen an die Leistungssoftware folgendermassen: "Die vornehmlichen Einsatzgebiete der Lösung umfassen die transparente Darstellung der Kosten, das systematische Erfassen von Aufträgen beziehungsweise von Verträgen, die Verwaltung der Kostenvoranschläge, die Budgetkontrolle sowie die Fakturierung. Oder kurz: Vertec unterstützt den Ablauf des gesamten Bauvorhabens in jeder Phase."

Aus technologischer Sicht ist das Linthwerk also bereits bestens für das Projekt gerüstet. Und wie geht es nun weiter? Zurzeit laufen gerade alle notwendigen Bewilligungsverfahren sowie die Einspracheverhandlungen. Unter idealen Voraussetzungen ist der Baubeginn im Herbst 2007. Für das gesamte Projekt wird mit einer Bauzeit von 10 bis 12 Jahren gerechnet - für eine sichere Zukunft an der Linth.

Historischer Hintergrund
Vor 200 Jahren hat die Tagsatzung von Bern beschlossen, das Projekt von Hans Konrad Escher in die Tat umzusetzen: Die Umleitung der Linth und die Absenkung des Walensees konnten in Angriff genommen werden. Das letzte Kanalstück unterhalb der Grynau wurde nach 1866 gebaut. Das Linthwerk hat die Entwicklung der Linthebene ermöglicht. Heute ist die Ebene reich an Infrastrukturen und Sachwerten, die langfristig geschützt werden müssen. 1997 zeigte sich, dass am Linthwerk grössere Sanierungsarbeiten notwendig sind, um den Hochwasserschutz für die nächsten Generationen sicherzustellen. 1998 wurden deshalb die Situationsanalyse und das Massnahmenkonzept in Auftrag gegeben. Auf dieser Grundlage wurde das jetzt vorliegende Projekt "Hochwasserschutz Linth 2000" entwickelt.


Logo Linthwerk



Ich will wissen...
Zitat
"Transparenz bei den Kosten war eine klare Vorgabe des Linthkonkordats, die Kostenkontrolle geniesst in allen Projektphasen einen sehr hohen Stellenwert."

Markus Jud, Linthingenieur

Success-Story als PDF
Sie können die Linthwerk Success-Story auch als PDF-Dokument herunterladen:
Success-Story Linthwerk.pdf
Zitat
"Wir haben uns von Vertec immer kompetent und bedürfnisorientiert beraten gefühlt - auch mit dem telefonischen Support haben wir bislang nur gute Erfahrungen gemacht."

Markus Jud, Linthingenieur