Update von Vertec
Eine Update Installation muss normalerweise nur auf dem Server vorgenommen werden. Sie umfasst das Kopieren der neuen Versionen von Programmfiles mittels des Setup Programms sowie, bei Versionsänderungen, welche die Datenbankversion betreffen, die Konvertierung der bestehenden Datenbank. Als Datenbankversion gelten die ersten 3 Stellen der Vertec Versionsnummer.
Vor dem Update
Vertec Setup überschreibt alle Berichtsvorlagen im Verzeichnis Reports mit den jeweils aktuellsten Versionen gleichen Namens. Die bestehenden Berichtsvorlagen in Reports werden vorher als Backup-Kopie in den Unterordner ReportsBackup kopiert.
Kundenspezifische Reports, die einen anderen Namen haben (z.B. RechnungCominstall.dot) bleiben normal im Reports Verzeichnis bestehen. Tipp: Geben Sie Ihren kundenspezifischen Berichtsvorlagen einen eigenen Namen. Dann müssen Sie bei einem Update nichts machen. Das Update überschreibt nur Vorlagen mit Standardnamen.
Falls Sie die Übersetzungsdatei vertec.mld angepasst haben, müssen Sie von dieser Datei ein Backup machen, damit Ihre Änderungen nicht verloren gehen. Führen Sie dann den Update durch und ersetzen Sie nach der Installation die Datei vertec.mld wieder mit der von Ihnen gebackupten.
Bei grösseren Kunden mit vielen kundenspezifischen Berichten und Listeneinstellungen empfehlen wir, vorgängig eine Testinstallation einzurichten und den Release-Wechsel durchzuspielen, bevor der Update auf dem aktiven System durchgeführt wird. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Notif-Server auf dem Testsystem ausgeschaltet wird, damit keine Testdaten mit der produktiven Datenbank gemischt werden. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Testinstallationen.
Update bei Installationen mit Softwareverteilung
Bei einem Update / Konvert auf Installationen mit Softwareverteilung verwendet jeder Benutzer ein lokales Vertec. Es muss sichergestellt werden, dass nicht während des Konverts ein User "sein" Vertec aufmacht und in die Datenbank schreibt.
Update auf Versionen ab 5.5
Während die Datenbank bei einem Update konvertiert wird, erhalten die Clients, die sich damit verbinden wollen, folgende Fehlermeldung:
Die Vertec Datenbank ist wegen Datenkonvertierung für den Zugriff gesperrt. Bitte warten Sie einen Moment, bevor Sie Vertec wieder starten.
Nur der Rechner / User, welcher den Convert gestartet hat, darf anschliessend Vertec das erste Mal aufstarten.
Nachdem der Vorgang Konvert / erstes Aufstarten abgeschlossen ist, wird der Zugriff für andere wieder freigegeben.
Update auf Versionen vor 5.5
Bei Updates auf ältere Versionen kann ein unbefugter Zugriff wie folgt verhindert werden (gilt für MS-SQL Server und Firebird):
- Machen Sie zuerst ein Backup der produktiven Datenbank und einen Restore in eine neue Datenbank.
- Führen Sie den Konvert auf der neuen Datenbank aus. Starten Sie dafür das neue Vertec.exe mit dem Parameter /DC. Im Datenbank-Konverter geben Sie bei der Quell- und Zieldatenbank jeweils die unter Punkt 1 erstellte neue Datenbank an.
- Nach der Konvertierung machen Sie ein Backup der neuen Datenbank und restoren diese in die produktive, "echte" Vertec Datenbank.
Update der Programmfiles
Sowohl für Update als auch für die Konvertierung der Datenbank muss sichergestellt werden, dass Vertec nicht verwendet wird, weder auf dem Server noch auf einem Client.
Führen Sie ein Update mit der Setup CD auf dem Server Rechner durch. Die bestehende Datenbank wird dadurch nicht überschrieben.
Falls bei Ihnen Firebird installiert ist, schlägt der Setup ein Update auf die Firebird Version 2.5 vor. Dieses Update erfolgt automatisiert und ohne Mehraufwand. Wir empfehlen das Update auf die neuste Firebird Version, da diese vor allem bezüglich Performance deutliche Verbesserungen bringt.
Ein Update auf den Client-Rechnern kann ebenfalls vorgenommen werden, falls sich z.B. die Bezeichnung der Start Menü Verknüpfungen geändert hat, ist aber nicht notwendig. Führen Sie einen Client Update erst nach dem Server Update durch und verwenden Sie dazu das Setup Programm im Unterverzeichnis ClientSetup der Vertec Installation auf dem Server.
Konvertierung mit Firebird
Falls Ihre Vertec Installation Firebird als Datenbankserver verwendet (Standard), gehen Sie wie folgt vor:
- Starten Sie Vertec auf dem Server. Eine Dialogbox macht auf die notwendige Datenbankkonvertierung aufmerksam und fragt ob die Konvertierung gleich durchgeführt werden soll. Bestätigen Sie den Dialog mit Ja. Falls der Dialog keine Auswahl der Konvertierung anbietet, wurde Vertec nicht auf dem Server gestartet oder es wird ein anderer Datenbank Server als Firebird verwendet. Bei der Konvertierung legt Vertec zwei Kopien des Datenbankfiles an: Eine Sicherheitskopie der bestehenden Datenbank (Name des Datenbankfiles + 2 stelliger Zähler, z.B. vertec01.fdb) und eine temporäre Arbeitskopie für die Konvertierung (Name: vertectemp.fdb). Falls während der Konvertierung ein Fehler auftritt, wird das Datenbankfile wieder durch die Sicherheitskopie ersetzt.
- Daraufhin wird Vertec automatisch konvertiert. In einem kleinen Fenster wird der Fortschritt der Konvertierung angezeigt. Dies kann je nach Grösse der Datenbank einige Minuten dauern. Sie werden von Vertec informiert, wenn die Konvertierung beendet ist. Starten Sie danach Vertec neu und prüfen Sie, ob Ihre Daten korrekt übernommen wurden.
Die Konvertierung kann auch manuell gestartet werden. Dies empfiehlt sich jedoch nur für sehr versierte Benutzer:
- Starten Sie Vertec mit dem Parameter /DC. Dies geschieht am einfachsten über eine Verknüpfung zu Vertec.exe bei der Sie unter
Eigenschaftenden zusätzlichen Parameter angeben können. - Es sollte nun der Vertec Datenbank Konverter erscheinen. Die Angaben zur Zieldatenbank sind bereits eingetragen, die folgenden Optionen sollten angekreuzt sein: Inplace Konvertierung, Tabellen neu erzeugen, Daten kopieren, SQL verwenden.
- Um die Konvertierung zu starten, drücken Sie den Button
Start. Der Datenbank Konverter erstellt eine Sicherheitskopie der bisherigen Datenbank (namens vertec01.fdb, oder vertec02.fdb etc.) und erzeugt die Datenbank neu. Es erscheint dabei eine Abfrage, ob Sie wirkliche alle Daten löschen wollen, bestätigen Sie mitYes. - Das anschliessend erscheinende Logfenster zeigt zuerst den Fortschritt der Datenbankerzeugung, anschliessend im dahinterliegenden Fenster das Kopieren der Daten. Das Kopieren kann je nach Grösse der Datenbank einige Minuten dauern. Schliessen Sie den Datenbankkonverter und starten Sie Vertec neu. Prüfen Sie, ob Ihre Daten korrekt übernommen wurden.
Konvertierung mit Microsoft SQL-Server
Falls Ihre Vertec Installation Microsoft SQL Server als Datenbank Server einsetzt, sind ein paar zusätzliche Schritte notwendig. Die Anleitung geht davon aus, dass Sie über grundlegende Kenntnisse in der Administration von Microsoft SQL Server verfügen.
Ab Vertec Version 5.6 muss eine Microsoft SQL Server Version 2005 oder neuer eingesetzt werden, um Vertec damit betreiben zu können.
- Für die Konvertierung muss eine temporäre Datenbank (z.B. vertecTemp) auf dem SQL Server erzeugt werden. Das geschieht mit der Funktion Datenbank kopieren im Microsoft SQL Server Management Studio.
- Für den Konvert wird die "Data Transaction Services" (DTS) Komponente benötigt. Der SQL Server 2005 Setup installiert DTS nicht standardmässig. Der Setup für DTS (und andere "legacy" Komponenten von Microsoft SQL Server) heisst SQLServer2005_BC.msi und wird auf der Vertec Setup CD (Ordner Microsoft) mitgeliefert.
- Falls Sie eine Microsoft SQL Server Konfiguration mit BDE einsetzen, muss diese nun auf ADO umgestellt werden. Dies geschieht durch Anpassung des Datenbank-Abschnittes in der Konfigurationsdatei Vertec.ini in Ihrem Installationsverzeichnis.
BDE sieht so aus:
Driver=MSSQL
Server Name=SERVER
Database Name=Vertec
User Name=VertecUser
Password=ADO sieht so aus:
Provider=SQLOLEDB
Data Source=SERVER
Initial Catalog=Vertec
User ID=VertecUser
Password=
Auto Translate=True - Starten Sie Vertec mit dem Parameter /DC. Dies geschieht am einfachsten über eine Verknüpfung zu Vertec.exe, bei der Sie unter Eigenschaften den zusätzlichen Parameter angeben können.
- Das Feld Zieldatenbank sollte bereits mit der Standardeinstellung der Vertec Installation initialisiert sein und auf die Vertec Datenbank des SQL Servers verweisen.
- Für die Angaben der Quelldatenbank kopieren Sie den Inhalt von Zieldatenbank und setzen Sie DatabaseName=vertecTemp (bzw. den Namen der temporären SQL Server Datenbank).
- Deaktivieren Sie die Checkbox Inplace Konvertierung. Die Checkboxen Tabellen erzeugen, Daten kopieren und SQL verwenden sollten ausgewählt sein. Ausserdem muss die Auswahl DTS Datapump (MS-SQL) angewählt sein. Das Feld Version setzen auf sollte bereits die ersten 3 Stellen der neuen Vertec Version enthalten. Weiter müssen Sie im Feld Passwort das Datenbankpasswort setzen.
- Durch Drücken auf Start werden zuerst die Tabellen in der Zieldatenbank gelöscht und neu erzeugt. Anschliessend werden die Daten von der Quelldatenbank kopiert.
- Nach erfolgter Konvertierung sollte sich Vertec normal (ohne /DC Parameter) starten lassen. Die temporäre Datenbank vertecTemp wird nun nicht mehr gebraucht und kann bei Bedarf gelöscht werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Konvertierung einer Vertec Datenbank unter SQL Server im Artikel Microsoft SQL Server.
Erster Programmstart nach der Konvertierung
Der erste Start von Vertec nach dem Konvert ist wichtig und gehört ebenfalls zur Konvertierung dazu, da diverse Anpassungen in Tabellen etc. erst dann durchgeführt werden. Deshalb geht dieser Start länger als die folgenden Programmstarts. Bei Installationen mit grossen Datenmengen kann dies merklich länger dauern.
Es ist wichtig, dass dieser erste Start reibungslos durchläuft. Keinesfalls sollte der erste Startvorgang nach einem Konvert abgebrochen werden.
Bei einem Update auf eine neue Hauptversion erfolgt (die ersten zwei Stellen der Versionsnummer ändern), muss eine neue Lizenz erfasst werden. Beim ersten Start von Vertec nach dem Update erscheint eine entsprechende Meldung. Über den Button Lizenz... gelangen Sie zum Vertec Lizenzmanager.
Nachbearbeitung
Falls Sie über eine angepasste vertec.mld-Datei verfügen und diese bei den Vorbereitungen gesichert haben, können Sie nun die gesicherte Datei wieder ins Vertec Installationsverzeichnis (die dort neu installierte Datei kann überschrieben werden) kopieren.
| erstellt: | 15.07.2002 |
|---|---|
| geändert: | 23.03.2012: Link zu den Versionsänderungen eingefügt. |
| Produktlinien: | Diverse |
