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Betrieb ohne BDE

Betrieb ohne BDE ermöglichen

Ab dem Release 5.3 ist es möglich, Vertec ohne BDE (Borland Database Engine) einzusetzen. Der Setup installiert ab diesem Zeitpunkt keine BDE mehr, diese wird aber noch mitgeliefert für den Client-Setup bei bestehenden Installationen.

Der Betrieb ohne BDE ist für Firebird und MS SQL-Server unterschiedlich und wird im folgenden separat erklärt.

Firebird ohne BDE verwenden

Bei neuen Installationen wird keine BDE mehr installiert. Firebird wird dann von Vertec ohne zusätzlich Treiberschicht angesprochen. Ein feststellbarer Unterschied besteht darin, dass in der Konfigurationsdatei Vertec.ini kein Treiber mehr angegeben ist:

Mit BDE
Ohne BDE
[Database]
Driver=INTRBASE         
Servername=...

[Database]
Servername=...           

Zugriffslibrary FIBPlus

Ab Version 5.4 wird Vertec mit einer neuen Firebird Zugriffslibrary namens FIBPlus geliefert. Diese führt dazu, dass Vertec mit Firebird schneller läuft. Dies gilt nur für Datenbanken, die über native Firebird angesprochen werden, also im Vertec.ini-File keinen Driver, Alias oder Provider Parameter angegeben haben.

Falls der bisherige Firebird-Treiber IBX verwendet werden soll, kann das nach wie vor geschehen durch die Angabe von IBX = True.

Im Vertec.ini gilt:

  • Wenn Driver= oder Alias= drin steht, dann ist es BDE
  • Wenn Provider= drin steht, dann ist es ADO
  • Wenn IBX=True drin steht, dann ist es IBX (der bisherige Firebird Treiber)
  • Wenn nichts von alldem drinsteht, dann ist es FIB (der neue Firebird Treiber)

MS SQL-Server über ADO verwenden

Bei MS SQL-Server wird der Betrieb statt über die BDE über ADO (ActiveX Data Objects) von Microsoft geführt.

Dieses Vorgehen ist für die Version 2005 von MS SQL-Server zwingend, kann aber auch für die älteren Versionen eingesetzt werden.

Die Database Section im Vertec.ini sieht dann folgendermassen aus:

[Database]
Provider=SQLOLEDB
Data Source=192.168.3.49
Initial Catalog=Vertec
User ID=VertecUser
Password=

Die wesentlichen Punkte sind:

Data Source: Dies ist der Servername (oder auch IP Adresse) des MS SQL-Servers.
Initial Catalog: Dies ist der Datenbankname auf dem MS SQL-Server.

Dafür muss der SQLOLEDB Treiber installiert sein. Bei den Clients, auf denen dieser Treiber noch nicht installiert ist, kann er von der Vertec Setup-CD installiert werden. Siehe dazu den nachfolgenden Abschnitt über die Umstellung bei bestehenden Installationen.

Umstellung auf den Betrieb ohne BDE bei bestehenden Installationen

Bestehende Installationen können relativ problemlos umgestellt werden. Aber Achtung:

Bestehende Installationen können nicht umgestellt werden, wenn in der BDE ein anderer als der Standard Language Driver eingestellt ist.

Nachzusehen in der BDE-Verwaltung (Start > Einstellungen > Systemsteuerung > BDE-Verwaltung) auf dem Reiter Konfiguration > SYSTEM > INIT im Wert LANGDRIVER.

Dort steht bei allen Client Rechnern mit deutschen Windows normalerweise Pdox ANSI Intl. Vertec funktioniert aber auch mit anderen Language Drivern, es muss einfach bei allen das gleiche drin stehen, sonst gibt es Umlautprobleme.

Wenn der Betrieb nun umgestellt wird, so dass nicht mehr über die BDE auf die Daten zugegriffen wird, können Umlautprobleme auftreten, die nicht behoben werden können. Sie müssen also in jedem Fall zuerst testen, ob Ihre Daten auch ohne "Umweg" über die BDE richtig angezeigt werden können. Um dies herauszufinden, machen Sie auf einem Client einen Test wie folgt:

  1. Schliessen Sie Vertec.
  2. Machen Sie eine Umstellung gemäss nachstehender Anleitung.
  3. Öffnen Sie Vertec und kontrollieren Sie Ihre Daten: Werden die Umlaute und Sonderzeichen richtig angezeigt?
  4. Falls ja, können Sie die Umstellung auch bei den anderen Clients vornehmen und die BDE gegebenenfalls löschen (Achtung, falls andere Programme die BDE verwenden!)
  5. Falls nein, kann die Umstellung nicht erfolgen, sie müssen weiterfahren wie bisher. Machen Sie auf diesem Testclient die Umstellung wieder rückgängig.

Umstellung bei Firebird

Um eine bestehende Installation mit Firebird auf den Betrieb ohne BDE umzustellen, können Sie im Vertec.ini einfach die Zeile Driver=INTRBASE löschen.

Umstellung bei MS SQL-Server

Für die Umstellung bei bestehenden Installationen mit MS SQL Server muss der SQLOLEDB-Treiber installiert sein. Bei den Clients, auf denen dieser Treiber noch nicht installiert ist, kann er von der Vertec Setup-CD installiert werden. Der Setup für diesen Treiber heisst sqlncli.msi und befindet sich auf der Vertec Setup-CD im Unterordner Microsoft.

Stellen Sie danach das Vertec.ini-File gemäss dem Artikel über den Betrieb von Vertec mit Microsoft SQL-Server, Abschnitt MS SQL-Server ab Version 2005, um.

erstellt: 21.01.2008
geändert: 15.12.2008
  

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