Firebird

Firebird ist der empfohlene Datenbankserver zu Vertec

Firebird ist ein OpenSource Projekt, welches auf dem durch Borland veröffentlichsten Sourcecode von InterBase basiert. Es wurde in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist auch kompatibel zu Windows Server 2003.

Firebird Version 2.5 ist die zur Zeit ausgereifte Version, welche ab Vertec Version 5.6 auch standardmässig mitgeliefert wird. Alle Informationen darüber finden Sie unter www.ibphoenix.com.

Vertec empfiehlt die Verwendung von Firebird als Datenbank mit der Vertec Software. Der Firebird Setup ist standardmässig in das Setup Programm von Vertec integriert.

Konfiguration

Die Database Section für eine Firebird Konfiguration sieht typischerweise folgendermassen aus:

Servername=SERVER:C:\Programme\Vertec\db\Vertec.fdb
User Name=SYSDBA
Password=UDQsK8owKnIwIF+Z

Der Parameter Servername spezifiziert die Verbindung zu einer bestimmten Firebird Datenbank auf einem Server.

In der Standardform besteht Servername aus dem Namen des Rechners, auf dem der Firebird Server läuft und dem (lokalen) Pfad des Datenbankfiles auf dem Server, getrennt durch einen Doppelpunkt. Ein Servername in dieser Form bewirkt eine Verbindung zum Firebird Server via TCP/IP.

Wird der Computername mit zwei vorangestellten Backslashes und einem Backslash als Trennzeichen (\\SERVER\c:\Programme\Vertec\db\Vertec.fdb) angegeben, dann wird als Netzwerkprotokoll zur Verbindung mit dem Firebird Server NetBEUI verwendet.

Die Datenbank muss auf einer lokalen Disk des Rechners mit der Firebird-Installation laufen.

Falls Vertec auf demselben Rechner läuft wie der Firebird Server, kann der Computername in Servername auch weggelassen werden (nur Datenbankpfad in Servername). In diesem Fall wird eine lokale Verbindung aufgebaut, welche kein Netzwerktprotokoll voraussetzt.

User name ist unter Firebird immer SYSDBA. Password gibt das Passwort zum Login beim Firebird Server an. Dieser Wert ist verschlüsselt und kann nur mit dem Programm DBTool geschrieben werden.

Installation

Da Firebird als Standard Datenbank bereits durch das Vertec Setup Programm installiert werden kann, erübrigt sich in den meisten Fällen eine separate Installation von Firebird. Falls dies dennoch notwendig sein sollte, befindet sich ein Setup Programm für Firebird auf der Vertec CD.

Wird Firebird separat installiert, dann wird das Datenbank-Passwort auf einen Standardwert gesetzt. Ein Betrieb der Datenbank mit dem Standardpasswort ist nicht zu empfehlen, da dieses öffentlich bekannt ist.

Zum Ändern des Datenbankpasswortes benötigen Sie ein Administrationsprogramm für Firebird, z.B. IBOConsole, die mit Vertec mitgeliefert wird. Öffnen Sie das Programm IBOConsole. Doppelklicken Sie in der Baumansicht den Eintrag Local Server. Falls dieser noch nicht existiert, registrieren Sie über das Menü Server > Register Server einen local Server. Als Username geben Sie SYSDBA, als Passwort masterkey (dies ist das Firebird Standardpasswort) ein.

Wählen Sie als nächstes aus dem Menü Server den Punkt User Security... aus. Im darauffolgenden Dialog geben Sie zweimal das neue Passwort ein und drücken Sie den Apply Button.

Nun muss das neue Passwort noch im Vertec.ini eingesetzt werden. Benutzen Sie dazu das Hilfsprogramm DBTool.

Wird Firebird durch das Vertec Setup Programm installiert, dann ist das Passwort bereits auf den Vertec Standard  oder auf ein von Ihnen bestimmtes Passwort geändert worden.

Folgende Firebird-Datenbanken werden mitgeliefert:

  • vertecempty.fdb: Dies ist die leere Vertec Datenbank. Setup kopiert diese Datenbank und erstellt davon eine Datenbank namens vertec.fdb. Die DB vertecempty bleibt bestehen und kann auch später als leere Datenbank verwendet werden.
  • vertec.fdb: Dies ist die Standard-Datenbank, mit welcher Sie Vertec aufstarten und in die Sie Ihre Daten erfassen. Dies ist auch die Datenbank, die gebackupt werden sollte.
  • vertecdemo.fdb: Dies ist die Demo-Datenbank mit diversen Beispieldaten und einer vorerfassten Demo-Lizenz, in der Sie Vertec ausprobieren können.

Kompatibilität zu älteren Installationen

InterBase und Firebird 1.5/2.0

Auf den Clients ist keine Anpassung notwendig. Die Client Libraries auf den Clients sind kompatibel zum aktuellen Firebird Server.

Falls bei Ihnen Firebird installiert ist, schlägt der Setup ein Update auf die Firebird Version 2.5 vor. Dieses Update erfolgt automatisiert und ohne Mehraufwand. Wir empfehlen das Update auf die neuste Firebird Version, da diese vor allem bezüglich Performance deutliche Verbesserungen bringt.

Falls Sie noch InterBase einsetzen, gehen Sie gemäss folgendem Abschnitt vor:

Umstellung InterBase auf Firebird

Bevor Sie eine Umstellung einer bestehenden Interbase 1.5 Installation auf Firebird vornehmen, müssen Sie auf der bisherigen Version ein Backup der Datenbanken vornehmen. Dieser Backup kann dann unter Firebird zurückgeladen werden.

InterBase

Vor der Installation von Firebird sollte die bestehende InterBase Installation deinstalliert werden. Insbesondere sollte kontrolliert werden, dass in Windows\System32 kein File gds32.dll mehr vorhanden ist. Kontrollieren Sie ebenfalls, dass keine IB-Services mehr aktiv sind resp. automatisch gestartet werden, da dies zu Problemen mit dem Port führen kann.

Führen Sie dann die normale Firebird Installation auf dem Server durch. Auf den Clients muss nichts unternommen werden. Nach der Installation laden Sie den Backup Ihrer Datenbanken, die Sie vorher vorgenommen haben, unter dem neuen Firebird zurück.

Bedienung Firebird

Firebird kommt standardmässig ohne GUI Manager Programm. Es gibt aber zahlreiche frei verfügbare Manager Programme, die Firebird unterstützen (siehe am Besten auch www.ibphoenix.com).

Der Vertec Setup installiert zusätzlich zu Firebird das Manager Program IBOConsole.

Per Kommandozeile lässt sich das Passwort einer Firebird Installation wie folgt umstellen (vom Firebird\bin Verzeichnis aus):

gsec -user SYSDBA -password masterkey
modify SYSDBA -pw <neues Passwort>

Ersetzen Sie <neues Passwort> durch das von Ihnen gewünschte neue Passwort. Den Rest können Sie so übernehmen wie er hier steht.

Firebird Client Library

Die Firebird Client Library heisst fbclient.dll. Damit die BDE (und somit auch Vertec) mittels des InterBase Treibers auf die Datenbank zugreifen kann, braucht es aber eine Client Library nach InterBase Konvention namens gds32.dll. Firebird installiert eine solche DLL, die aber nur die Umleitung auf fbclient.dll vornimmt.

Die Client Library von Interbase ist mit der Firebird Client Library über TCP/IP (und somit im Netzwerk) kompatibel. Die Firebird Client Library wird nur auf dem Server benötigt, da sich dies auf dem gleichen Rechner befindet.

Ab Vertec Version 5.6  installiert der Setup die Firebird Client Library (GDS32.dll) ins Vertec Verzeichnis. Findet Vertec diese Library im gleichen Verzeichnis wie die Programmdatei (Vertec.exe), dann wird in jedem Fall diese verwendet. Das bedeutet, dass Sie auf dem Client keine Firebird Client Installation durchführen müssen und allenfalls bestehende lokale Client Libraries auch nicht stören.

erstellt: 05.12.2003
geändert: 09.05.2011: Release 5.6: Artikel angepasst.
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